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Gemeinsam für Friedhof und Kapelle – Förderverein in Brabecke gegründet

 

Über 800 Jahre ist die kleine Kapelle in Brabecke alt. Schon immer konnten die Einwohner des kleinen Dorfes ihre Toten auf dem Friedhof direkt daneben beerdigen. Nicht viele Dörfer im Schmallenberger Sauerland haben einen eigenen Friedhof. Nun wollen sich die Brabecker ganz alleine um Kapelle und Friedhof kümmern. Denn das Erzbistum Paderborn betreut nicht mehr jedes Dorf im Sauerland. Weniger junge Menschen wollen Pfarrer werden und auch die Kirchensteuereinnahmen sinken. Also legte Paderborn die Pfarreien im Schmallenberger Sauerland zu Pfarrverbünden zusammen. Für die Brabecker ein Grund zu handeln. „Wir haben befürchtet, dass wir künftig weniger Geld für die Unterhaltung von Kapelle und Friedhof bekommen,“ sagt Karl-Josef Vollmer, der erste Vorsitzende des neuen Fördervereins. Diese Lücke soll nun durch Mitgliedsbeiträge und freiwillige Spenden geschlossen werden. Natürlich stellt der Verein auch Spendenquittungen aus.

 

Anfang Dezember hatten sich 43 Brabecker – damit war fast jede Familie in Brabecke vertreten – in der Vereinshalle des Dorfes getroffen und den “Förderverein Friedhofs- und Kapellenanlage Brabecke e.V.” gegründet. Er wurde jetzt beim Amtsgericht in Arnsberg eingetragen. „Das Ziel ist die Pflege und Unterhaltung des Friedhofs und der Kapelle langfristig zu sichern,“ erklärt der 2. Vorsitzende Georg Biskoping.  „Wir haben schon bislang sehr viel selbst gemacht. Jetzt hat auch rechtlich alles seine Ordnung.“  Wichtig ist den Brabecker, dass der Friedhof nicht geschlossen werden muss. Sonst müssten zum Beispiel gerade ältere Leute weite Wege fahren, um die Gräber zu pflegen und dort für ihre Angehörigen zu beten.

 

Die kleine Brabecker Kapelle gehört zu den ältesten im Sauerland. Sie wurde 1230 zum ersten Mal in einer Urkunde erwähnt. Interessant sind vor allem die Deckenmalereien, die wohl von dem gleichen Künstler stammen wie die Malereien in der Soester Kirche St. Maria zur Höhe. Von 1986 bis 1992 wurde sie zum letzen Mal renoviert. Schon damals sammelten die Brabecker einiges an Geld für diese Maßnahme, die rund 650.000 DM kostete.

 

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